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Hinweise zum Programm :
a) Vereinfachtes Verfahren
Die Berechnung nach dem vereinfachten Verfahren erfolgt nach DIN 1053-100. Um dieses Verfahren anwenden zu können, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- lichte Wandhöhe hs <= 2,60 m und Wanddicke d >= 24 cm
- die Kellerdecke wirkt als Scheibe, die die aus dem Erddruck resultierenden Kräfte aufnimmt
- die Verkehrslast auf das anstehende Gelände muß kleiner / gleich 5 kN/m² sein
- die Geländeoberfläche ist eben (beta = 0°)
- die Anschütthöhe he darf nicht größer als die Wandhöhe sein
- die Auflast No der Kellerwand liegt innerhalb der laut DIN geforderten Grenzen
- die aussteifende Wirkung von Querwänden darf angesetzt werden.
Bei der Anwendung des vereinfachten Verfahrens ist eine eine klaffende Fuge bis zum Schwerpunkt möglich. Um die Gebrauchstauglichkeit (Risse) nicht zu vermindern, sollten entsprechende Maßnahmen zur Abhilfe solcher Beeinträchtigungen getroffen werden (Ringbalken in halber Wandhöhe usw.).
b) genaues Nachweisverfahren
Beim genauen Verfahren werden die exakten Randbedingungen erfasst und in den Nachweis einbezogen. Der Nachweis erfolgt nach DIN 1053-100, Abschnitt 9.9 und auf Grundlage des Verfahrens nach MANN / BERNHARDT (s. Mauerwerks - Kalender 1984). Dabei wird nur der einachsige Lastabtrag untersucht. Die zweiachsig gespannte Platte wird aufgrund von zu großen Ungenauigkeiten auf der Materialseite nicht betrachtet. Bei der Berechnung wird die Kellerwand als 1m - Streifen untersucht. Eine teilweise Einspannung in die Kellerdecke wird angesetzt, wahlweise auch eine Einspannung mit d/3 am Wandfuss.
c) zusätzliche Hinweise
Über eine Prozentangabe von 0 bis 100% kann deklariert werden, welcher Anteil der Auflast mit d/3 am Wandkopf ein Moment aus Deckeneinspannung / Deckendrehwinkel erzeugt. Somit wird nicht die gesamte Auflast mit d/3 angesetzt, was teilweise zu günstig wäre, da das erzeugte Moment dem Erdruck entgegen wirkt, d.h. das Moment aus dem Erdruck abmindert. Ist der prozentuale Anteil nicht festzustellen, empfiehlt es sich, den Prozentwert auf Null zu setzen. Dies liefert Ergebnisse auf der sicheren Seite. Der Anteil, welcher ein Moment am Wandkopf erzeugt, ist generell die Auflagerlast aus der Kellerdecke. Der Prozentwert ergibt sich also aus dem Verhältnis von Auflagerlast Kellerdecke / Gesamtlast.
Zusätzlich zur allgemeinen Bemessung können Sie auch einen konstruktiven Ringbalken in beliebiger Höhe oder senkrechte Aussteifungsstützen erfassen, jedoch ohne diese Bauteile nachzuweisen.
Die Anordnung des Ringbalkens sollte in Abhängigkeit von den Steinschichten so vorgenommen werden, daß die Nachweise erfüllt sind.
Am oberen und unteren Anschnitt des Ringbalkens wirken keine Momente aus e=d/3 mehr, da hier keine Verdrehungen aus Decken usw. anzusetzen sind. Dies liefert auch gesicherte Ergebnisse.
Die genauen Lasten aus dem Erddruck bzw. dem Gewölbedruck werden vom Programm ermittelt und ausgegeben. Mit diesen Lasten können der Ringbalken bzw. die Stützen bemessen werden. Das Programm führt für die Bauart mit Ringbalken den Nachweis der Wand für den unteren Wandteil nach dem genauen Verfahren. Für die Bauweise mit Aussteifungsstützen wird der Nachweis der Wand als horizontales Gewölbe durchgeführt (s. auch KALKSANDSTEIN - Buch, Teil 2) .
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