Betonfestigkeit fck für Stampfbeton Bj. 1938

Betonfestigkeit fck für Stampfbeton Bj. 1938

Ungelesener Beitragvon Resi am Do 4. Apr 2019, 16:07

Hallo liebe Kollegen,

Ein Einfamilienhaus (Bestandsbau von 1939) soll umgebaut werden, natürlich mit großen Fensteröffnungen im EG. Die Kellerwände bestehen aus Stampfbeton. Welche Betondruckfestigkeit fck würdet ihr für einen Nachweis (Programm Betonwand unbewehrt) ansetzen? ich bräuchte ca. 2-3 N/mm² dass der Nachweis noch funktioniert.

Habt ihr da einen Ausschnitt aus einer Literatur oder Normenangabe ggf.

Über Anworten würde ich mich freuen.

Vielen Dank
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Re: Betonfestigkeit fck für Stampfbeton Bj. 1938

Ungelesener Beitragvon Resi am Fr 5. Apr 2019, 09:44

Ich habe mir die Dissertation (Beitrag zur Bestimmungvon charakteristischen Werkstofffestigkeitenin Bestandstragwerkenaus Stahlbeton) von Markus Loch angesehen.
Ebenfalls angesehen habe ich mir: Bundesanstalt für WasserbauKolloquium Nachrechnung von (massiven) Wasserbauwerken 27. und 28. Oktober 2015

Nun habe ich den geringsten Wert aus allen Tabellen angenommen: fck=4 N/mm²

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Wie geht Ihr vor bei der Ermittlung der Betondruckfestigkeiten bei Altbauten?

Vielleicht möchte doch der ein oder andere was dazu sagen...

Vielen Dank.
Resi
 
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Re: Betonfestigkeit fck für Stampfbeton Bj. 1938

Ungelesener Beitragvon M. Wellmann am Fr 5. Apr 2019, 12:53

Hallo Resi,

lassen Sie sich doch die Festigkeit, z. Bsp. per Rückprallhammer ermitteln.
Alles andere ist Spekulation.


Beste Grüße aus OWL
M. Wellmann
 
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Re: Betonfestigkeit fck für Stampfbeton Bj. 1938

Ungelesener Beitragvon Andreas Taglang am Fr 5. Apr 2019, 15:44

Hallo Resi,
M. Wellmann hat geschrieben:Alles andere ist Spekulation.

… da gebe ich Hr. Wellmann Recht.

Stampfbeton ist nur so gut, wie der Mann, der ihn gestampft hat. :D
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Zuletzt geändert von Andreas Taglang am Mo 8. Apr 2019, 08:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Betonfestigkeit fck für Stampfbeton Bj. 1938

Ungelesener Beitragvon Bernd am So 7. Apr 2019, 18:23

M. Wellmann hat geschrieben:lassen Sie sich doch die Festigkeit, z. Bsp. per Rückprallhammer ermitteln.
Alles andere ist Spekulation.

Falsch. Auch Rückprallhammer ist spekulativ, da das Verfahren nicht für die Druckfestigkeitsprüfung von so alten Bauwerken geeignet ist. Der Rückprallhammer ist für "Jungbeton" gedacht, um z.B. den Ausschalzeitpunkt von Decken bestimmen zu können. Bei alten Betonbauwerken bildet sich üblicherweise eine Carbonatisierungsschicht an der Oberfläche, welche zu einer Oberflächenverhärtung führt, was direkte Auswirkungen auf die Rückprallwerte hat.

Die einzig sichere und korrekte Bestimmung der Druckfestigkeit von Altbeton geht über die Entnahme von Prüfkörpern und Bestimmung der Druckfestigkeit am Prüfkörper. Das kostet auch nicht die Welt. Je nach Region kostet die Entnahme der Prüfkörper vielleicht 500 € und Laborversuche inkl. Auswertung noch mal so viel. Wenn man wirklich Bedenken hinsichtlich der vorhandenen Druckfestigkeit hat und diese für die Nachweise maßgeblich relevant ist, sollte man das Geld investieren, um verlässliche Annahmen zu haben.
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