innerer Zwang

innerer Zwang

Ungelesener Beitragvon markow am Mi 28. Aug 2019, 06:24

Hallo zusammen,
hat jemand schon mal bei einer Wohnungsdecke als Elementdecke mit einer
Gesamtstärke von 23cm einen inneren Zwang nachweisen müssen.
Selbst wenn diese Decke teilweise als Flachdach ausgeführt wird?

Gruß und Danke für mögliche Antworten!

MfG
Th.Markow
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Re: innerer Zwang

Ungelesener Beitragvon Dieter B. aus B. am Mi 28. Aug 2019, 10:35

Moin, moin,

also wenn ich zu 100 % wüsste, dass es sich bei der Decke um eine Elementdeck (also Halbfetigteildecke mit Aufbeton) handelt, würde ich den inneren Zwang analog zu den Systemwänden im KG außen vor lassen.
Bei einer reinen Ortbetondicke von ca. 17-18 cm dürfte der Zwang infolge Hydratation doch sehr gering ausfallen, m. E. quasi vernachlässigbar.
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Dieter B. aus B.
 
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Re: innerer Zwang

Ungelesener Beitragvon StefanSt am Mi 28. Aug 2019, 11:31

Ich würde auch lediglich den Aufbeton ansetzen. Überschläglich oben eine Q524A (kenne nicht alle Parameter). Unten analog (auch über den Fugen), aber das ist Sache des FT-Werkes.

risse.JPG
StefanSt
 
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Re: innerer Zwang

Ungelesener Beitragvon markow am Mi 28. Aug 2019, 14:33

Danke für die Antworten.
Aber grundsätzlcih hatten wir bisher nie diese geforderten Nachweise ( Prüfingenieur)
für inneren Zwang bei Geschoßdecken erbracht, da es aus unserer Sicht überhaupt keine
Zwängungen in diesem Ausmaß sich einstellen können.
Für Bodenplatenn, KG Wände u.s.w. ist das etwas anderes.

Gruß nochmal an alle!
Th.Markow
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Re: innerer Zwang

Ungelesener Beitragvon StefanSt am Mi 28. Aug 2019, 22:14

Eigentlich muss dieser Nachweis für alle Platten > 20 cm erbracht werden:

7.3.3 Begrenzung der Rissbreite ohne direkte Berechnung
(1) Bei biegebeanspruchten Stahlbeton- oder Spannbetondecken im üblichen Hochbau ohne wesentliche
Zugnormalkraft sind bei einer Gesamthöhe von nicht mehr als 200 mm und bei Einhaltung der Bedingungen
gemäß 9.3 keine speziellen Maßnahmen zur Begrenzung der Rissbreiten erforderlich.
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