|
|
S t a h l b e t o n s t ü t z e 1 0 4 5 - 1 ( 2 0 0 8)
|
|
|

|
|
|
|
Mit dem Programm STAHLBETONSTÜTZE sind Sie in der Lage, Stahlbetonstützen mit rechteckigem oder kreisförmigen Querschnitt und Stahlbetonwände nach DIN 1045-1 (2008) nachzuweisen bzw. zu bemessen.
|
|

|
|

|
|
Folgende Systemarten können erfasst werden:
- Pendelstützen
- Kragstützen
Dabei können Sie den Knicklängenbeiwert b frei wählen. Das Programm schlägt bei Pendelstützen den Wert 1,00 vor und bei Kragstützen einen Wert von 2,00. Gerade bei Kragstützen kann der Wert auch größer 2,00 sein, wenn z.B. eine elastische Einspannung in einem Fundament vor liegt.
|
|

|
|
Nachweis des Brandschutzes
Ab Version 10/04.1 ist auch der Nachweis des Brandschutzes nach DIN 4102-4 bzw. 4102-22 (erw. Tabelle 31 und Verfahren nach LGA Nürnberg) für Pendelstützen möglich. Kragstützen sollen in einer späteren Programmversion über eine Heißbemessung nach EC2 zu erfassen sein.
|
|
Das Programm führt den Nachweis nach dem Verfahren der LGA Nürnberg, welches auf der erweiterten Tabelle 31 der DIN 4102-22 basiert. Bei diesem Verfahren wird die Bemessungslast / das Bemessungsmoment im Brandfall in der außergewöhnlichen LFK ermittelt (NEd,fi bzw. MEd,fi) ermittelt und aus dieser Beanspruchung und den Schnittgrößen aus der Kaltbemessung der Ausnutzungsgrad vorh.a1 ermittelt. Dann wird der zulässige Ausnutzungsgrad zul.a1 in Abhängigkeit von der Stützenhöhe und den Stützenabmessungen ermittelt. Wenn zul.α1 >= α1 ist, dann ist die Stütze ausreichend bemessen. Es wird dann noch der Mindestwert für den Achsabstand der Bewehrung berechnet. Für den Fall α1 > zul.α1 wird eine neue Bemessung für die Schnittgrößen aus der Kaltbemessung geführt, welche um den Faktor f = 1+ vorh.α1/zul.α1 erhöht werden. Dabei wird jeweils NRd = NEd (kalt) zugrundegelegt.
|
|

|
|
Um die üblichen Bedingungen im allgemeinen Hochbau erfassen zu können, sind folgende Lagerungsbedingungen mit dem Programm erfassbar:
- in y - und z - Richtung frei (zweiachsiges Knicken möglich)
- in y - Richtung fest (Knicken nur in z - Richtung möglich)
- in z - Richtung fest (Knicken nur in y - Richtung möglich)
Für die Ermittlung der Mindestbewehrung kann zudem noch zwischen einer Stütze und einer Wand unterschieden werden. Weitere Hinweise zur Berechnung als Wand siehe weiter unten!
|
|

|
|
Berechnungsverfahren:
Das Programm berechnet Stützen mit Längsdruckkräften und Momenten nach dem Modellstützenverfahren. Dies liefert i.A. für Stützen des normalen Hochbaus Ergebnisse, welche auf der „sicheren Seite“ liegen. Die Modellstütze ist eine Kragstütze unter der Wirkung von Längskräften und Momenten, bei der das maximale Moment am Stützenfuß auftritt. Der Nachweis der Stabilität erfolgt im kritischen Querschnitt am Fuß der Modellstütze mit der Krümmung (1/r) des Querschnittes geführt.
|
|

|
|
Ab Version 10/04.1 rechnet das Programm bei einem Ausweichen der Stütze in zwei Richtungen nicht mehr beide Richtungen getrennt, sondern generell zweiachsige Biegung mit Längskraft nach Interaktionsdiagramm. Das führt vor allem bei großen Ausmitten zu wesentlich günstigeren Ergebnissen, weil bisher bei Überschreitung der zulässigen Grenzen für die Ausmitten mit einem reduzierten Querschnitt zu rechnen war. Zusätzlich bringt auch das neu im Programm implementierte Verfahren genauere Ergebnisse und somit eine wirtschaftlichere Bewehrung.
|
|

|
|
Folgende Bemessungssituationen / Bemessungsarten werden vom Programm unterschieden:
- reine Längszugkraft
- Längszugkraft mit kleiner Ausmitte
- reine Biegung
- Längsdruckkraft mit und ohne Ausmitte ohne KSNW
- Längsdruckkraft mit und ohne Ausmitte mit KSNW
KSNW = Knicksicherheitsnachweis nach Th. II. Ordnung. Bei reiner Biegung kann nur die einachsige Biegung erfasst werden. Für reine, zweiachsige Biegung ist das Programm nicht geeignet.
|
|

|
|
Folgende Betone können mit dem Programm erfasst werden:
C12/15 ; C16/20 ; C20/25 ; C25/30 ; C30/37 ; C35/45 ; C40/50 ; C45/55 ; C50/60
Neben der eigentlichen Bemessung ermittelt das Programm auch die charakteristischen Auflagerreaktionen sowie die Bemessungswerte der Auflagerreaktionen (g – fach). Diese Bemessungslasten können Sie dann z.B. im Programm für Einzelfundamente als Belastung eingegeben werden.
|
|

|
|
Hinweise zur Berechnung als Wand:
Wird bei der Systemeingabe die Berechnung als Wand gewählt, dann wird die erforderliche Bewehrung in cm²/m ausgegeben. Das Gleiche gilt für die Mindestbewehrung. Dabei wird As,tot zunächst für den Gesamtquerschnitt in cm² ermittelt und anschließend durch die größere der beiden Breiten by bzw. bz dividiert! Im Allgemeinen wird bei einer Berechnung als Wand by mit 100 cm angesetzt und dann die Stütze in y-Richtung als gehalten angesetzt. Lasten rechtwinklig zur Wand (z.B. Erddruck) wirkt dann in z-Richtung.
|
|

|
|
Screenshots:
Eingabedialog
Auswahl und Info Brandschutz
Lastkategorie festlegen
Bewehrung auswählen
|
|

|
|
Beispielausdrucke:
Beispiel Rechteckstütze als Kragstütze
Rundstütze als Pendelstütze mit Anpralllast und Brandschutznachweis
Beispiel als Kellerwand mit Erddruck
|